Abdul Alhazred

Description:

Abdul Alhazred

Human
Sorceror 6
Incantatrix 2

Alignment:
– Chaotic Neutral
Patron:
– Oghma

STR ength 8
DEX terity 13
CON stitution 14
INT elligence 12
WIS dom 8
CHA risma 19

AC: 11
HP: 37
BA: +4

Saves:
– Fortitude 7
– Reflex 4
– Will 10

Feats:
– Iron Will
– Combat Casting
– Maximize Spell
– Extend Spell
– Banned School: Enchantment
– Sculpt Spell
– Cooperative Metamagic

Special Abilities:
– Summon Familiar (Rat Pheeps)

Languages:
– Common
– Draconic
– Gnomish

Magic Items:
Boots of the Winterlands
Brooch of Shielding 60HP
Ring of Resistance +1
Fur Hat of Spellcraft +5

Lvl 1:
Grease
Magic Missile
Mage Armor
Ray of Enfeeblement
Shield

Lvl 2:
Glitterdust
Mirror Image
Scorching Ray

Lvl 3:
Fireball
Haste

Lvl 4:
???

Bio:

Heinrich Standfest hatte einen anstrengenden Tag gehabt; seit 10 Stunden stand er jetzt schon hier an den Stadttoren von Niewinter und langweilte sich zu Tode. Gestützt auf seine Hellebarde lechzte er bereits nach einem Teller dicker Suppe und einem Humpen Bier. Oder auch zwei. Bald würde Zeit sein, die Tore zu schließen, die schwere Rüstung abzulegen und sich in die Taverne zu schleppen.
In den letzten Strahlen der untergehenden Sonne ließ er seine Augen noch einmal über die Landschaft gleiten und zu seinem außerordentlichen Ärger erblickte er eine Gestalt, die auf ihn zukam.
Die Gestalt war in lange, dunkle Roben gehüllt, welche voll Staub und Dreck waren, und an ihrem Gürtel blitzte eine Art geschwungenes Schwert auf. Als sich die Gestalte umdrehte, um hinter sich zu blicken während sie weitereilte, rutschte ihr der Stoff vom Kopf und offenbarte einen kahlen, dunklen Mann mittleren Alters. “Großartig!” dachte sich Heinrich und erhob die Stimme als der Mann näherkam.
“Halt! Was willst du hier? Gesindel wie dich können wir hier nicht gebrauchen!”. Das Gesicht des Unbekannten zuckte, als er wie aus einer Trance erwacht innehielt und den Torwächter anstarrte. In seinen Augen sah Heinrich Angst vermischt mit Müdigkeit. “Was ist denn dir wiederfahren? Haben sie dich aus Vilnask bis hierher gehetzt und geprügelt?” fragte Heinrich böse scherzend und lachte bitter.
Der Unbekannte streckte den Arm aus und Heinrich verstummte. In seiner Hand hielt der Fremde eine große schwarze Perle; er machte einen Schritt auf Heinrich zu und reichte sie ihm. Als er die Perle in seinen Händen bestaunte fragte er sich, wie ein geringer Bettler in den Besitz solch eines Kleinods gekommen war.
Als der Unbekannte ihn fragend ansah, dämmerte es Heinrich, dass die Perle ein Bestechungsgeschenk sein sollte. Obwohl er schon oft fragwürdigen Individuen Eintritt gewährte meinte es das Schicksal noch nie so gut mit ihm. Er nickte dem Fremden zu und trat beiseite. Was sollte schon passieren? “Eins noch! Wie ist euer Name, guter Mann?” fragte Heinrich und packte die Gestalt am Arm. “Abdul Alhazred.” sagte der Fremde ohne aufzusehen, “Ihr habt doch hier einen Hafen. Wann geht das nächste Schiff?” “Wohin?” erwiderte Heinrich. “Weg!” antwortete Abdul kurz und warf noch einen letzten Blick zurück gen Horizont ehe er weiterhastete.

Mehr ist der offiziellen Seite von Niewinter über einen Abdul Alhazred nicht bekannt. Allerdings besitzt die Diebesgilde von Niewinter eine Schriftrolle, welche mehr zu berichten weiß:

Mein Leben ist verwirkt; das des Wagenlenkers ebenso, auch wenn er noch nichts ahnt. Was habe ich getan? Ich schreibe hier nun die Geschehnisse der vergangenen Nacht auf, für den Fall, dass mein Geist mich verlässt und ich vollends dem Wahnsinn verfalle.
Ich hatte mein übliches Tagwerk im Turm bereits verrichtet und hatte mich zur Ruhe begeben als ich durch einen Alarmzauber geweckt wurde; ich lief möglichst leise zum Eingang hinab und sah sie hereinkommen:
Ein Mensch in glänzender Rüstung mit einem Streitkolben bewaffnet, der große Reden schwang und etwas von “Übel ausmerzen” faselte. Sogleich erntete er ein “psss” von einem winzigen Humanoiden, der nur mit einem Dolch bewaffnet versuchte sich in den Schatten zu verstecken.
Nun kamen noch ein Elf, der den peinlichsten Spitzhut aufhatte, den ich je gesehen hatte sowie eine Frau, deren Kleidung überall mit Ranken verziert war. Ich konnte von meiner Position aus nicht genau hören was sie sagten, aber es war von “Nekromantie”, “Schutz vor Bösem” und “anschleichen” die Rede.
Zu diesem Zeitpunkt war mir nicht klar, welche Interessen mein Meister wirklich hinter der stets abgeschlossenen Tür verfolgte; auf jeden Fall schaffte es der Winzling irgendwie die Tür aufzubekommen. Lang währte seine Freude nicht, da er sofort in Flammen aufging und elend krepierte. Der Anblick entsetzte den Elf und die Frau, der gepanzerte Mensch jedoch zückte seinen Streitkolben und schrie “Vorwärts! Für die Gerechtigkeit und das Gute!” während er in den Gang stürmte, der sich hinab windete. Die Frau stürzte sofort hinterher und zerrte an der Robe des Elfen bis sich auch dieser in Bewegung setzte. Offensichtlich hatte dieser idiotische Fanatiker den Verstand verloren.
Meine Neugier, verflucht sei sie, verleitete mich wieder einmal dazu, etwas Dummes zu tun. Ich ging den dreien nach, hinab in den Gang hinein. Er wand sich tief hinab und mündete in einen schwach erleuchteten Raum, von dem abermals mehrere Gänge wegführten. Ich folgte dem Lärm und fand einige Skelette am Boden liegen, die seltsamerweise Waffen in ihren knöchernen Händen hielten. Hinter der nächsten Biegung fand ich den Elf. Genauer gesagt, ich fand seinen Kopf; als ich mir noch überlegte, wo der Rest sein mag, hörte ich die Stimme meines Herren Achmed Hakkan “Nghasta Kavatch!”. Ich eilte in Richtung der fremden Wörter und fand die zwei Fremden im Kampf mit meinem Meister.
Der Raum war voller Knochen und an einer Wand befand sich ein gewaltiges Bücherregal und davor auf einem Pult lag ein Buch offen da. “Tekekti-li!” rief mein Meister und eine grüne Kogel schoß von seinen Händen weg und traf die Frau in die Brust. Wenn ich die Augen schließe sehe ich immer noch diesen Moment vor mir, als sie sich einfach verflüssigte und nur mehr eine grüne Lacke da war, wo sich Sekundenbruchteile zuvor die Frau befunden hatte.
Abermals erönten die fremdartigen Wörter “Tekekti-li!” als mein Meister den Spruch ausführte, doch er schien auf den Gepanzerten keine Wirkung zu haben und dieser hieb auf Achmed ein. Bevor der Streitkolben jedoch Achmeds Kopf traf, schimmerte eine Blase rund um ihn auf und lenkte den Schlag ab. “Bonedosefeduvema” versuchte es mein Meister erneut, doch wieder ohne Erfolg, während der Streitkoblen wieder auf die Blase niederfuhr, welche zusehends verblasste.
Ich wollte helfen, aber mein einzig brauchbarer Spruch “Magisches Geschoss” würde den Angreifer wohl kaum beeindrucken, also lief ich zu dem Buch, das aufgeschlagen auf dem Pult lag und begann den letzten Absatz zu intonieren “Ogthrod Aif Gebl Eeh Yog-Sothoth!”. Da erst bemerkte Achmed meine Anwesenheit und schrie mit schriller Stimme “Nein, du Dummkopf! Nicht ihn! Was hast du getan?!”.
Schwarzer Rauch bildete sich im Raum und verdichtete sich an einer Stelle. Drei grüne Augen sahen aus dem Nebel zu uns dreien hinaus und es erhob sich eine tiefe durchdringende Stimme, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ “Nghasta! Kvata! Kvakis!”. Mein Meister sprach mehrere Sätze in der seltsamen Sprache, doch die Stimme lachte nur. Mittlerweile hatte der Nebel sich weiter verdichtet und einzelne Tentakel streckten sich heraus. Plötzlich warf sich mein Meister mit einem Aufschrie der Agonie auf den Boden und fasste sich an den Kopf. “Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li” ertönte es aus dem Nebel immerzu.
Was mich wirklich dann dazu brachte Hals über Kopf aus dem Kerker, dem Turm und in die nächste Stadt zu flüchten, vermag ich nicht mehr zu sagen. Vielleicht war es der Anblick der Kreatur die sich aus dem Nebel schob; ich kann mich auf jeden Fall noch mit Grauen daran erinnern, dass Achmeds Kopf explodiert ist und sein Auge mich mitten ins Gesicht traf; was mit dem Gepanzerten passierte weiß ich nicht, aber ich denke er hat sich ebenso wie ich erleichtert. Auf der Flucht war er eine Zeit lang dicht hinter mir, aber als ich aus dem Turm hinauslief war er nicht mehr da. Was allerdings immer noch da war, war dieses “Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li”, nur leiser.
Ich rannte ins nächste Dorf und fand in der Taverne einen Perlenhändler, der noch zur Stunde nach Vilnask aufbrechen wollte und sich bereiterklärte mich mitzunehmen.

In Richtung des Turms ist der Horizont rot erleuchtet und vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber ich denke, dass der Wind ein Geräusch wie ein Pfeifen an mein Ohr trägt: “Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li”.

Abdul Alhazred

Die Nordküste Tytyny